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Schwangerschaftsbeschwerden

Übelkeit und Erbrechen

Im ersten Trimenon (so wird das erste Schwangerschaftsdrittel bezeichnet), häufig nach der 5. Schwangerschaftswoche, tritt bei den meisten Frauen eine der frühesten Schwangerschaftsbeschwerden auf. Es ist zugleich auch eine der lästigsten - Übelkeit und Erbrechen.

Manchen Frauen wird schon bei bestimmten Gerüchen übel, andere können plötzlich bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr vertragen und einigen ist einfach von morgens bis abends schlecht. Nach der 12. Woche ist jedoch in der Regel alles vorbei.

Bei morgendlicher Übelkeit hilft eine trockene Scheibe Brot oder Zwieback und das schluckweise Trinken von Tee (Minz-Kräutermischung gegen Übelkeit). Die russische Volksheilkunde empfielt bei Übelkeit in der Schwangerschaft kleine Mengen (je ca. 1 Esslöffel) von gerösteten Sonnenblumenkernen über den Tag verteilt zu essen, sie sollen dabei gründlich zerkaut werden. Empfehlenswert ist es auch viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen und stark gewürzte und fettige Speisen zu vermeiden.

Bei berufstätigen Frauen kann es im Laufe des Tages dazu kommen, dass die aufgenommene Nahrung vollständig verdaut wurde und der Magen leer ist. Meist ist das der Moment, in dem die Übelkeit auftritt. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Kleinigkeit zu essen dabei haben, sei es ein Joghurt, ein Keks oder ein belegtes Brot.

Müdigkeit und Stimmungsschwankungen

Dass Schwangere so oft müde sind, liegt unter anderem an der hormonellen Umstellung des Körpers. Außerdem muss der Körper auf Hochtouren arbeiten, um die neuen Aufgaben wie den Blutkreislauf zu regulieren und die Versorgung des Kindes zu bewältigen. Es dauert eine Weile bis diese Umstellung sich vollzogen und die "Routine" sich eingestellt hat.

Für die erhöhte Blutkörperchenbildung wird vor allem Eisen gebraucht. Ist es nicht in ausreichender Menge vorhanden, kommt es verstärkt zu Müdigkeit. Besonders gute Eisen-Lieferanten sind vor allem Fleisch und Eigelb. In Getreide, vor allem in Hirse, ist Eisen enthalten. Auch Gemüse liefert uns das unverzichtbare Spurenelement.

Auch die Stimmungsschwankungen haben hormonelle Ursachen. Die besten Mittel dagegen sind Ruhe und Schlaf. Aber auch Bewegung an der frischen Luft kann sehr hilfreich sein. Schonen Sie sich während der Schwangerschaft so gut es geht.
Mehr Informationen zum Mehrbedarf von Vitaminen und Spurenelementen in der Schwangerschaft

Schlaflosigkeit

Viele Frauen haben während der Schwangerschaft, insbesondere im letzten Trimenon, Schlafprobleme. Der Bauch wird immer größer, es ist nun schwer eine bequeme Lage zu finden. Ein Stillkissen eignet sich besonders gut, um dabei behilflich zu werden. Zwischen die Knie gelegt kann es in der Seitenlage die stützende Funktion übernehmen.

Oft ist es das Baby, das herumstrampelt, oder zu viele Gedanken, die im Kopf herumgehen. Warme Milch mit Honig ist schon seit Urzeiten ein sehr gutes Hausmittel zum Einschlafen.

Entspannend wirkt auch ein warmes Bad. Die ätherischen Ölen, dem Badewasser zugegeben, haben beruhigende Wirkung und unterstützen den guten Schlaf. Melissen-, Lavendel- und Ylang-Ylang-Öl sind zu empfehlen. Auch ein kurzer Abendspaziergang beruhigt die Nerven und schaukelt das Baby in den Schlaf.

Schwangerschaftsstreifen

Das ultimative Mittel gegen Schwangerschaftsstreifen gibt es wohl nicht. Ihre Entstehung ist abhängig vom Hauttyp und von der Elastizität der Haut. Regelmäßige Massagen mit Cremes und Ölen können vorbeugend wirken. Mit Massagen sollte bereits im 4-ten Schwangerschaftmonat begonnen werden.

Generell hilfreich ist es jedoch, nicht zu viel Gewicht zuzunehmen, um die Haut nicht übermäßig zu dehnen.

Ausreichende Zufuhr von Vitamin B6 ist ebenfalls wichtig, denn es stärkt das Bindegewebe und verhindert die Bildung von Schwangerschaftsstreifen.

Sodbrennen

Rund 50% aller werdenden Mütter kennen es - Sodbrennen. In manchen Fällen wird es nur als lästig empfunden, in anderen kann es eine sehr belastende, gesundheitliche Beeinträchtigung darstellen.

Sodbrennen entsteht durch den Druck der wachsenden Gebärmutter auf den Magen. Das führt dazu, dass die Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt und das Gefühl des Brennens verursacht. Deshalb ist Sodbrennen eine der typischen Beschwerden des dritten Trimenons.

Meistens tritt Sodbrennen nach dem Verzehr von stark gewürzten und fetten Speisen auf. Auch Kaffee und zu viel Süßigkeiten können Sodbrennen auslösen. Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten zu sich, essen Sie langsam und kauen Sie gründlich.

Als Hausmittel können ein Naturjoghurt oder ein Glas Milch (schluckweise getrunken)überschüssige Säure neutralisieren. Auch das Kauen von Haselnüssen kann hilfreich sein.

Lässt sich das Sodbrennen nicht mit Hausmitteln beseitigen, müssen Antacida aus der Apotheke zum Einsatz kommen.

Krämpfe

Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft an Wadenkrämpfen.

Vorbeugend wirkt eine magnesium- und calziumreiche Ernährung. Calciumreiches Gemüse ist beispielsweise Fenchel, Grünkohl, Brokkoli. Regelmäßiger Verzehr von Milch und Milchprodukten kann den erhöhten Bedarf an Calzium in der Schwangerschaft sehr gut decken. Natürliche Lieferanten für Magnesium sind vor allem grünes Gemüse, Naturreis, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Bananen und Mineralwasser mit entsprechenden Magnesiumgehalt.

Hilfreich sind Massagen, Herumlaufen, Hochlagern der Beine und Wechselduschen.

Rückenschmerzen

Circa um die 30. Schwangerschaftswoche, wenn sich der Bauch allmählich immer mehr nach vorn wölbt, braucht der Rücken Hilfe. Denn eigentlich ist die menschliche Wirbelsäule nicht darauf eingerichtet, so viel Zug nach vorn auszugleichen. Es kommt nahezu zwangsläufig zu einer Verkrampfung und Überlastung. Sorgen Sie daher für eine Entlastung des Rückens, indem Sie den Oberkörper immer gerade halten und beim Bücken in die Hocke gehen. Stärken Sie Ihren Rücken mit spezieller Gymnastik und Schwimmen.

Hämorrhoiden

Nicht selten treten während der Schwangerschaft Hämorrhoiden auf. Noch häufiger sind sie allerdings nach der Entbindung. Starkes Pressen während der Geburt kann sie verursachen, denn Hämorrhoiden sind nichts anderes als Krampfadern, d.h. Stauungen in den Gefäßen, die mit Juckreiz, Schmerzen und/oder Blutungen beim Stuhlgang einhergehen.

Vorbeugend wirkt ballaststoffreiche Ernährung mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu Vermeidung von Stuhlverstopfung. Bei starkem Juckreiz helfen Sitzbäder mit Eichenrinde, Schafgarbe oder Kamille. Innerlich kann gegen Hämorrhoiden Absud vom Löwenzahn getrunken werden. Kühle Umschlage mit Quark können ebenfalls Abhilfe schaffen.