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Breitwegerich  dt.  
Plantago major  lat.

Spitzwegerich  dt.  
Plantago lanceolata  lat.

Breitwegerich ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Die Blattrosette mit löffelförmigen Laubblättern kann Handteller groß werden. Zur Blütezeit vom Juni bis September wachsen aus der Mitte der Rosette blattlose, ährenartige Blütenstände, die eine Höhe von 15-30 cm erreichen.

Spitzwegerich hat lanzettförmige Blätter und die Form der Blüte ist im Gegensatz zum Breitwegerich eher eiähnlich.

Alle Wegericharten sind heilkräftig. Bereits im Alten Griechenland und Alten Rom zählte Wegerich zu Heilpflanzen. Im 10.Jhd wurde er von arabischen und persischen Ärzten zu Heilzwecken eingesetzt und sehr geschätzt. Maria Treben, Österreichs bekannte Kräuterkundlerin, weist in ihrem Buch "Gesuchdheit aus der Apotheke Gottes" darauf hin, dass "...die zerriebenen Blätter des Wegerichs jede Wunde heilen würden und wäre sie zehn Jahre alt." Sie erzählt von einer Frau, die 17 Jahre lang einen offenen Fuß hatte. Die Anwendung von Wegerichblättern ließ die Wunde schnell zuheilen.

Breitwegerich Wirkung:

antiseptisch, entzündungshemmend, schmerzlindernd, blutreinigend, schleimlösend, verstärkt die Sekrettätigkeit des Magens

Anwendungsgebiete:

1) Erkrankungen des Atmungsorgane mit starker Schleimbildung, Tuberkulose, Pleuritis, chronische Bronchitis, Keuchhusten, Husten und Asthma

2) Absud und Saft der Pflanze verwendet man bei akuten Magen-Darm-Erkrankungen - Gastritis, Enteritis, Ruhr, Magen- und Darmgeschwüre

3) Enuresis (Bettnässen), Blasenentzündung, Malaria

4) als blutreinigendes Mittel bei Ausschlägen, Ekzemen, Mittessern

5) eitrige Wunden, Schnittwunden, Verbrennungen, Insektenstiche

6) zur Waschung der Augen bei ihrer Entzündung

Anwendung:

Blätterauflage - frische, gewasche Wegerichblätter mit einem Nudelwalker zu einem Blätterbrei zerwalken und auf wunde Stellen auflegen.

Tee   1 gehäufter Teelöffel Blätter mit 1/4 Liter Wasser abbrühen, 2 Min. ziehen lassen. 2-3 Tassen am Tag bei Erkrankungen 1) bis 4) siehe Anwendungsgebiete.

Tee   1Esslöffel Blätter mit 1/4 Liter Wasser brühen, 2 Stunden ziehen lassen, abseihen. 4 Mal täglich 1 Esslöffel  20 Min. vor dem Essen einnehmen bei Erkrankungen 2)

Sirup  Zwei gehäufte Doppelhände gewaschene Wegerichblätter durch den Fleischwolf drehen oder kleinschneiden. Ein wenig Wasser , 300 g Zucker und  250g Honig dazugeben. Bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren sieden lassen bis eine dickflüssige Konsistenz entsteht. In ein ausgekochtes Glas füllen. Nach dem abkühlen im Kühlschrank aufbewahren. 1Esslöffel 4 Mal täglich vor dem Essen einnehmen. Bei 1) und 4)

Waschung der Wunden und der Augen:  2 Esslöffel frische Blätter für 2 Stunden mit 1 1/2 Tassen heißes Wasser ansetzen. Abseihen und zu Waschung benutzen.