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Blasenerkrankungen

Blasenentzündung (Zystitis)

... wird meist durch eine Infektion mit so genannten gramnegativen Bakterien hervorgerufen. Vor allem Frauen sind von der bakteriellen Zystitis betroffen, da deren kurze Harnröhre das Aufsteigen von Keimen begünstigt. Eine Harnabflussbehinderung, z.B. durch Tumoren oder Blasensteine hervorgerufen, kann eine Rolle spielen. Wesentlich seltener tritt die Zystitis als Folge einer Bestrahlung von Tumoren im Unterbauchbereich oder einer Chemotherapie bei der Behandlung von Blasentumoren auf.

Die bakterielle Zystitis wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. Bestehende Harnabflussstörungen müssen beseitigt werden. Die Anwendung von Wärmflaschen und eine ausreichende Trinkmenge bei Blasenentzündung lindern die Beschwerden.

Typische Symptome einer Blasenentzündung (Zystitis) sind:

  • Schmerzen und Brennen beim Wasser lassen
  • Häufiger Harndrang mit geringen Urinportionen
  • Blasenkrämpfe

    Bei komplizierteren Verläufen

  • Blut im Urin
  • Schmerzen im Unterleib
  • Starker Harndrang mit Urinverlust (Dranginkontinenz)
  • Fieber

    Behandlung

    für sofortige Schmerzlinderung eignet sich am besten ein Dampfsitzbad:

    Zinnkraut Dampfsitzbad - 4 Teelöffel mit 1 Liter heißem Wasser (im Eimer oder irgendeinem anderen Gefäß) übergießen, und für ca 10 Min. am besten in einen Bademantel gehüllt drauf setzen und die Dämpfe einwirken lassen.

    Taubnessel-Tee: 1 gehäuften Teelöffel mit 1 Tasse Wasser abbrühen, 2 Min. ziehen lassen, abseihen und 1-2 Tassen täglich trinken.

    Thymian-Spitzwegerich-Tee: Thymian und Spitzwegerich werden zu gleichen Teilen gemischt und 1 Teelöffel der Mischung wird mit 1 Tasse Wasser gebrüht, 2 Min. ziehen lassen und abseihen. Man kann 2 Tassen am Tag davon trinken.

    Blasenschwäche

    Die Harninkontinenz ist ein häufiges Problem. Ungefähr 3 bis 6 Millionen Menschen in Deutschland und 10 bis 20% aller Frauen sind von Blasenschwäche betroffen. Sie nimmt mit steigendem Lebensalter und der Anzahl der Geburten zu.

    Bei Männern ist die Harninkontinenz sehr häufig auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata zurückzuführen. Man geht daher davon aus, dass die Zahl der Betroffenen mit höherem Lebensalter ansteigt.

    Die Ursachen:

  • eine Infektion der Harnwege
  • Blasensteine
  • Tumoren
  • Prostatavergrößerung (bei Männern)
  • schwache Beckenbodenmuskulatur

    Die Therapie richtet sich nach den zugrunde liegenden Ursachen. Meist verschwindet die Blasenschwäche, wenn die Ursache (Blasensteine, Tumoren, Entzündungen, Prostatavergrößerung) behoben wurde. Gerade muskulär bedingte Inkontinenz, die auf den Verlust der normalen Muskelfunktionen der Harnblase oder des Beckenbodens zurückzuführen sind, kann geheilt oder zumindest vermindert werden.

    Sitzbäder:

    Zinnkraut-, Hirtentäschel- oder Schafgarbensitzbad.
    100 Gramm des Krauts für 12 Stunden mit 5 Liter kaltem Wasser ansetzen, danach wird der Ansatz etwas erwärmt und abgeseiht. Dem Badewasser zugeben. Die Blasen- und Nierengegend muss während des Bades mit Wasser bedeckt sein. Badedauer 20 Minuten.

    Kochsalzsitzbad
    4 Esslöffel Kochsalz dem Badewasser zugeben. Die Blasen- und Nierengegend muss während des Bades mit Wasser bedeckt sein. Badedauer 20 Minuten.

    Nach einem Kräuter bzw. Kochsalzbad nicht abtrocknen, sondern in einen Bademantel gehüllt unter einer warmen Decke eine Stunde nachschwitzen.

    Nieren-Blasen-Tee

    Frauenmantel, Odermennig, Goldrute, Fenchel, Minze zu gleichen Teilen mischen. 1 gehäuften Teelöffel der Mischung mit 250 ml Wasser abbrühen, 2 Min. ziehen lassen, abseihen. 2 Tassen Tee täglich trinken.

    Blasensteine (Urolithiasis)

    Blasensteine können entweder aus den Nieren in die Blase gelangt sein oder sind in der Blase entstanden.

    Ursachen

  • Blasensteine können als Folge einer Harnabflussbehinderung, zum Beispiel aufgrund einer zu engen Harnröhre, auftreten.
  • Eine Restharnbildung (etwas Urin verbleibt immer in der Blase) kann ebenfalls zu Steinbildung führen.
  • Ein häufiger Bildungsort der Steine können auch Divertikel (Ausstülpungen in der Blasenwand) sein.
  • Eine Infektion begünstigt ebenfalls die Steinbildung.
  • Die Steine können aber auch die Folge von Gicht oder eines Diabetes mellitus sein.
  • Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen das Risiko Blasensteine zu bekommen.

    Symptome

  • Druckgefühl in der blasengegend
  • Blasenkrämpfe
  • plötzliches Unterbrechen des Harnstrahls beim Wasserlassen
  • Blut im Urin

    Tee aus Schlüsselblumenwurzeln:
    1 gehäuften Teelöffel mit 250 ml Wasser abbrühen, 2 Min. ziehen lassen, abseihen. 1-2 Tassen pro Tag schluckweise trinken.

    Zinnkraut/Schachtelhalm-Tee:
    1 gehäuften Teelöffel des Krauts mit 250 ml Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen. 1-2 Tassen pro Tag trinken. Nicht mehr als zwei.

    Zinnkraut-Sitzbad:
    ein alt bewährtes Mittel gegen Blasen-/Nierensteine. 100 g des Krauts für 10-12 Stunden mit 5 Liter kaltem Wasser ansetzen. Danach etwas erwärmen, abseihen und dem Badewasser zugeben. Während des Bades muss die Nieren-Blasen-Gegend mit Wasser bedeckt sein. Badedauer 20 Minuten.

    Eine kombinierte Behandlung mit Zinnkraut-Sitzbad und Zinnkrauttee verspricht gute Erfolge.