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Kalmus dt.

Acorus calamus lat.

Familie: Araceae

Kalmus (Acorus calamus) Die mehrjährige Wasserpflanze kommt an Seen, Teichen und Ufern stiller Gewässer vor. Charakteristisch sind die langen schwertförmigen Blätter der Pflanze sowie daumendicke Wurzel, die bei zu 1 m lang wird, stark aromatisch riecht und im frischen Zustand bitteren Geschmack hat.

Angewendet werden die Wurzeln der Pflanze.

 

Inhaltsstoffe:  Bis zu 20% Stärke, ätherisches Öl (1,5 – 4%), Gerbstoffe, Bitterstoffe.                              

Anwendungsgebiete:

als Tee bei:

    º Appetitlosigkeit,

    º  Magen-Darm-Beschwerden

    º  Allgemeine Schwäche der Verdauungsorgane

    º Zum Ausgleich der Magensäureproduktion

    º Nieren- und Leberkrankheiten

                                                                             

als Tinktur wirkt Kalmuswurzel:

    º Appetitanregend

    º entzündungshemmend

    º stimulierend, erhöht die Libido

 

als Pulver (gemahlen):

   º zum Auftragen auf eiternde Wunden

   º bei Sodbrennen         

 

als Spülung:

   º bei Mundgeruch

   º bei Haarausfall

 

als Voll- oder Teilbadzusatz:

    º bei rheumatischen Erkrankungen, Rachitis,

    º bei Erkrankungen der weiblichen Genitalien

    º Frostbeulen und Erfrierungen

Zubereitung und Anwendungshinweise:

Tee:

2 gestrichene Teelöffel Kalmuswurzel mit ¼ Liter ! kaltem ! Wasser ansetzen. Über Nacht stehen lassen (bzw. 8 Stunden). Morgens erwärmen auf Trinktemperatur, nicht kochen. Danach abseihen. Vor Anwendung leicht im Wasserbad erwärmen.

Vor und nach jeder Malzeit einen Schluck trinken. Das sind am Tag sechs Schluck.  Mehr darf nicht getrunken werden.

 

Tinktur:

50 g. Kalmuswurzeln mit 500 ml Alkohol (Korn, Vodka) über mehrere Wochen an einem warmen Platz stehen lassen. Regelmäßig schütteln.  Nach ca. 6 Wochen wird empfohlen 3 mal täglich 20-30 Tropfen einzunehmen.

 Zur Mundspülung kann Tee oder Tinktur verwendet werden.

 

Pulver:

3 Mal täglich eine Messerspitze gemahlenen Kalmus einnehmen (bei Sodbrennen).

Pulver auf eiternde Wunde auftragen. Alternativ: mit Kalmus-Tee spülen.

 

Vollbad:

200 g. Kalmuswurzeln über Nacht (oder 8 Stunden) mit 5 Liter Wasser kalt ansetzen. Am nächsten Tag bis zum Kochen erhitzen und dem Badewasser zugeben. Bei Teilbad je nach gebrauchter Menge 50 oder 100 Gramm der Wurzel nehmen.

Haarspülung bei Haarausfall:

 2 Esslöffel Kalmuswurzel und 2 Esslöffel der Wurzel der Grossen Klette (Arctium lappa) in 1 ¼ Liter Wasser kurz aufkochen, danach 6 Stunden ziehen lassen, abseihen. Die Haare 3 – 4 Mal in der Woche spülen. Darf bis zu 3 Tagen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor Gebrauch kurz aufwärmen.